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Die 1. Bundesliga
Das letzte Match im "Sechzger" ?
Bilder mit einigen Worten zum Sechzgerstadion vom UEFA-
INTERTOTO Cup Spiel gegen FC Bate Borisov (07.07.2002)
TSV 1860 - Heimatlos
Die traurige Geschichte einer Kultstätte
Stadion an der Grünwalder Strasse
Die Chronik des Sechzgers
Bilder aus dem "Sechzger"
(Saison 2004 /05)
Nach dem Abstieg in die 2. Liga für 12 Heimspiele Spielstätte.

FAN FREUNDSCHAFT FCK - 1860
Viel Glück
FCK für die 1. Liga
und viele, viele Tore
für die Fans vom
Betze!

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Das letzte Match im Sechzger Stadion?
Gedenken, Trauer
und auch Wut.
Worte zum Sechzger...
07. 07. 2002 UEFA Intertoto Cup
(2. Runde)
TSV 1860 München - FC BATE BORISOV
Stadion an der Grünwalder Straße

"Treu bis in den Tod... nur im 60zger"

Das ist... das war... die
Heimat meiner L wen. Hier
wurde die
1. Münchner
Bundesligameisterschaft
errungen... hier spielte
man gegen Real Madrid
und hier wurden
Länderspiele
ausgetragen.
Das Spiel fand wie alle wissen in der
Heimat statt. Das erste Spiel der
Löwenprofis im Grünwalder seit
vielen Jahren (das letzte glaub ich
gegen Lautern im Jahr 1995).
Einlass war um 16 Uhr und nach
kurzer Zeit war die Westkurve
bereits recht gut gefüllt.
Schon bevor die Mannschaft
zum Aufwärmen den Platz betreten
hatte, hallten Gesänge durchs
Sechzger Stadion. Schon während
dem Aufwärmen der Spieler war die
Stimmung um ein Vielfaches besser
als im Olympiastadion vor 30000.
Bevor man seinen Platz sich in der
Fankurve der Löwen, der Westkurve,
erkämpfte galt es erst einmal einen
schönen schattigen Biergartenplatz zu
suchen. Bei solch einem wunderbaren
Julitag schon ein grosses Kunststück.
Schon Früh morgens herrschte
Ausnahmezustand im Münchner
Stadteil Giesing rundums
Sechzgerstadion (Städtisches Stadion
an der Grünwalder Strasse). Auf dem
nahem Trainings- und Vereinsgelände
bekam ich noch einen Platz ausserhalb
des "Löwenstüberl's", sogar mit
Sonnenschirm. Die Trambahnen
schafften immer mehr Weiss-Blaue
herran und die Wirte in diesem
Stadtteil rieben sich noch einmal die
Hände so wie früher... als Radi,
Brunnenmeier und Grosser hier noch
spielten.
Block M, Reihe 26, Sitz 2... stand seit
einigen Jahren auf meiner
Saisonkarte. Zuvor stand ich schräg
gegenüber im Löwenparadies... der
Westkurve. Seit man da aber in einer
hektischen Zeit begann Käfige für
Fans zu bauen (DFB-Auflage) wollte es
mir da nicht mehr so gefallen obwohl
von daher die Stimmung kam. Viele
meiner Freunde konnte man bis zum
heutigen Tage da nicht
rausbekommen und als der Umzug in
"Die rote Scheißhausschüssel"
(Olympiastadion) beschlossen war da
blieben viele hier und sahen sich
lieber unsere Amateure an die hier
noch spielten als auf den Platz zu
gehen wo noch so ein Verein(?) aus
München rumackert.
Heute sass ich zur ersten Hälfte und in der
zweiten Hälfte stand ich noch einmal da wo
ich auch mein allererstes Spiel meiner
Löwen sah... damals ein DFB-Pokalspiel
gegen Göttingen 05. Was habe ich schon in
diesem Stadion erleben dürfen. Spieler wie
Roland Kneissl, Wiggerl Kögl oder J. Korus
und, und, und. Hier entstand der Slogan:
EINMAL LÖWE - IMMER LÖWE" und "JETZT
ERST RECHT" als uns der DFB mit der
Stimme Mehrheit der "Säbener Strasse" in
die Dritte Liga (damals Bayernliga) am
grünen Tisch verbannte.
Hier spielte man gegen "TÜRK GÜCÜ" oder
dem TSV Großhadern. Gegen Frohnlach,
Vestenbergskreuth oder Ampfing. Die Fans
die waren immer noch genauso erstklassig
und unser Stadion auch. Wenn ich nur an
die Zeit von Trainer Wettberg denke... dem
König von Giesing. Hier begann auch das:
"Wir sind wieder da" mit fantastischen
Spielen gegen Fürth und Schweinfurt.
Hier sind wir wieder erstklassig geworden.
DANKE SECHZGER. ICH WERD DICH NIE VERGESSEN!
TSV 1860 -
Heimatlos
Der TSV 1860
München -
Verein ohne
Heimat

Das Stadion an der Grünwalder Straße von oben gesehen (1978)
Augsburger Allgemeine vom 20.07.2002
„Reißt's doch des Hofbräuhaus weg!"

Der Ort darf mit Fug und Recht die „Höhle der
Löwen" genannt werden. Hier in der Stadionwirtschaft
„Zum Sechz'ger" treffen sich die ganz Harten.
An der Wand hängt der „Radi", die Torwartlegende,
mit der Meisterschale. Daneben die Abschlusstabelle
der Fußball-Bundesliga 1965/66:
Mit drei Punkten lag der „TSV München von
1860" vor Dortmund und dem verhassten anderen
"Möchte-gern-Kickern" aus München.
Das waren noch Zeiten!
An diesem Abend aber herrschen Trauer und Wut.
Im Münchner Arbeiterviertel Giesing wird mit viel
Herzblut eine letzte, verzweifelte Schlacht geschlagen:
die Schlacht um das „Städtische Stadion an der
Grünwalder Straße", im Volksmund kurz „Sechz'ger-
Stadion"genannt. In dem Viertel brodelt es, seit wenige
Tage nach der Kommunalwahl ein „Geheimplan" der
Stadt bekannt wurde, das Sechz'ger-Stadion
abzureißen und das Gelände mit Wohnungen und
Gewerbe zu bebauen.

Die Kommentare, die sich die städtischen
Beamten auf dem Podium anhören müssen, sind
entsprechend heftig bis deftig: „Reißt's doch des
Hofbräuhaus weg!" „Baut's doch im Englischen
Garten!"„Dampfplauderer!"
„Totaler Schwachsinn!" „Alle bestochen!"
Dass der Giesinger Stadtpfarrer Christian
Penzkofer die Podiumsdiskussion leitet, zu der
die Vereine „Freunde Giesings" und
„Freunde des Sechz'ger-Stadions" geladen
haben, ist zwar angeblich Zufall. Doch es macht
Sinn in dieser aufgeheizten Atmosphäre, immer
kurz vor der Schlägerei. Die Ermahnung, man
möge doch demokratisch sein und andere
ausreden lassen, reicht nämlich nicht aus („Do
geht's ned um Demokratie, do geht's um
Sechz'ge").

Es baucht schon die Autorität eines
Kirchenmannes, um die Gemüter
einigermaßen im Zaum zu halten.
Nüchtern betrachtet haben die
Giesinger Fußballfans kaum noch
Chancen, dass ihnen ihr Stadion
erhalten bleibt. Seit per
Bürgerentscheid beschlossen wurde,
in Fröttmaning eine neue Fußball-
Arena für beide Vereine zu bauen.
(Kommentar in Giesing:
„Scheiß Bayern-Stadion"), gibt es aus
Sicht der finanziell arg gebeutelten
Stadt ein großes Stadion zu viel. Weil
das Olympiastadion erhalten werden
muss (Denkmalschutz), liegt die
Konsequenz auf der Hand:
das Grünwalder Stadion, das im Jahr
angeblich allein an Betriebskosten
340000 Euro verschlingt, muss weg.

Für die Fans ist das eine grauenhafte
Vorstellung. Einer sagt: „Mir wackeln
die Knie. Mich hat mein Opa hierher
mitgenommen. Das ist, wie wenn sie mir
mein Elternhaus abreißen." Und ein
anderer erinnert an die Bedeutung der
Spielstätte für das Arbeiterviertel:
„Das Sechz'ger ist ein Symbol, dass man
auch nach oben kommen kann." Das
Argument, dass das Stadion von
Amateur-, Jugend- und
Damenmannschaften zur Zeit öfter
genutzt wird als je zuvor, versucht Horst
Staimer vom Sportbeirat der Stadt ins
Feld zu führen. Doch bei dieser Debatte
um die Verlagerung des Spielbetriebs
fällt immer wieder ein Wort, das für die
Löwen-Fans noch grauenhafter klingt als
Fröttmaning. Das Wort heißt
Unterhaching. (Die gurkten zu dieser Zeit
auch noch auf dem Sechzger rum).

Dennoch werden sich die Giesinger, wenn nicht
noch ein Wunder in Gestalt eines reichen Investors
daherkommt, langsam an das Ende der historischen
Spielstätte gewöhnen müssen.
Das „Totschlag Argument" der Stadt lautet: „Wir
können uns nicht drei Stadien leisten, wenn wir auf der
anderen Seite Schulen schließen müssen." Dass die
Giesinger „Stadionrevolution" wenig Aussicht auf
Erfolg hat, dürfte aber auch noch einen anderen Grund
haben: Die Löwen zerfleischen sich gegenseitig. Die
rund 80 Fans, die an diesem Abend ihrem Ärger Luft
machen, haben noch ein anderes Feindbild: Karl-Heinz
Wildmoser. Der ist bekanntlich Präsident.
Der hat die Macht bei den Löwen. Und der hat sich
schon vor Jahren gegen das „Sechz'ger-Stadion"
entschieden

Die Chronik des Sechzgerstadion
(Stadion an der Grünwalder Strasse)
1911 Der Uhrmachermeister Hilber aus dem Stadtteil
Au pachtetfür den TSV 1860 den Platz
an der Grünwalder Straße.
Im Sommer wird eine kleine Sitztribüne (200 Zuschauer)
und eine Stehtribüne
durch die Fussballer des TSV 1860 errichtet.
1919-1922 Trennung des Vereins 1860 in Turnen und
Sport (Fußball), damit verbunden sind
Probleme bei der Aufteilung des Vermögens (Stadion)
1922 Kauf des Grundstückes von der Fam. Relikten für
750 000 M über Gönner und Darlehen
1925 Übergabe des Stadions an den Sportverein von 1860
1925 Vorstand Heinrich Zisch erwirkt einstimmigen
Beschluss zum Ausbau des Stadions.

1926 Das Stadion wird renoviert und erhält
eine Sitztribüne für 1 600 Zuschauer und
Gegenüber die Stehhalle für 25 000
Zuschauer.
Die Gelder kommen von der Thomasbrauerei,
der Staatsbank und zehn 1860-Mitgliedern
als Bürgen.
Das Eröffnungsspiel bestreiten 1860 und VfR
Fürth. Das erste Länderspiel findet im
Dezember statt(Deutschland - Schweiz 2:3 /
35 000 Zuschauer).
Es erhält den Namen
"Heinrich-Zisch-Stadion".

1931 Der berühmte Jongleur Rastelli
hat in der Pause eines Fussballspiels
einen Auftritt.
1937 Verkauf des Stadions an die Stadt
für 357 560 Reichsmark.
1942 - 1945 Erhebliche Kriegsschäden
an Sitztribüne und Stehhalle.
1946 Wiederaufnahme des Spielbetriebs.
1948 Aufstellung des immer noch
gültigen Zuschauerrekords - zum Spiel
1860 - Nürnberg kamen 58 530
Zuschauer.
1955 Installation der ersten
Flutlichtanlage auf den Dächern von
Haupttribüne und Stehhalle.
1959 Aufstellung der Masten für die
Flutlichtanlage.

1963 - 1972 Bundesliga - und
Europapokalspiele von 1860 und FC Bäääh
im Stadion an der Grünwalder Straße
1965/66 Der TSV 1860 ist Deutscher Meister.
1971 Im Januar wird durch Brandstiftung (Ein
dammischer Fan der "Roten") das
Dach der Haupttribüne zerstört. Bis zur
Reparatur im Mai wird ohne Dach gespielt.
Die Reparatur kostet 850 000 DM
1972 Der Umzug der beiden Verein ins
Olympiastadion führt zu Diskussionen über
den Abriß der Spielstätte. Ein Herbstturm
deckt das Dach der Stehhalle ab.
CSU-Anträge zum Wiederaufbau der
Stehhalle.
1978 - 1979 Neubau der Gegengerade als
Sitztribüne
1980 1860 trägt einige Bundesligaspiele auf
Giesings Höhen aus
1982 Zwangsabstieg der Löwen

1982 - 1990 Das Sechzger Stadion wird
zum
Sinnbild für die Treue der Fans zu ihrem
Verein in den schweren Bayernligazeiten.
1991 kleinere Umbauarbeiten zur
Sicherheitsverbesserung wegen des
Zweitligaspielbetriebs. Der Käfig für die Fans
in der Westkurve wied erbaut.

1992/1993 Nochmal peitschen die Fans auf
Giesings Höhen die Löwen nach vorne
zum Aufstieg in die zweite Liga
1994/1995 Nach dem sensationellen
Durchmarsch in die erste Liga ist für 13
Spiele mit der sogennanten
"13+4-Lösung" der Bundesligafussball zu
Gast im Sechzger Stadion. Die Löwen
verdanken der sensationellen Stimmung
ihren Klassenerhalt in der ersten Liga.
1995 Die erste Mannschaft der Löwen
siedelt ins Olympiastadion über, dass Sechzger
Stadion beherbergt nur noch die Amateur- und
A-Jugendmannschaften von Sechzig und
den Roten aus der Säbenerstrasse.
1996 UI-Cup-Spiele vor 12 000 Zuschauer
vor der Saison 1996/1997
Gründung des Vereins "Freunde des
Sechzger Stadions e.V.", der sich bis
heute in besonderem Maße für den Erhalt
und Ausbau des Stadions einsetzt.
Ebenso ist er ein Verein, der auch
für soziale Belange
2004 Nach dem Abstieg in die 2. Liga werden die
meisten Spiele in der Saison 2004/2005 im
Sechzger gespielt.


Nicht Max Merkel oder Werner
Lorant... sondern Karsten Wettberg
ist der König von Giesing.
Danke Karsten !!!