München ...bleibt meine Stadt

MEINE STADT.de Stadtplan München
Sie bleibt und ist meine Stadt. Ich lebte dort die längste Zeit in meinem Leben...
München... wo und was mir gefällt
Spaziergang durch den Englischen Garten
Rund um Monopteros und Eisbach
Spaziergang über den Viktualienmarkt
Blick vom Münchner Osten in die Innenstadt.
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HIER WIRD NOCH GEBAUT !
Spaziergang im Englischen Garten
Der Monopteros
Die Geschichte dieses Rundtempels beginnt
bereits in der zweiten Hälfte des 18.
Jahrhunderts. Kurfürst Karl Theodor (1724 -
1799 )wurde 1777 Nachfolger des kinderlos
verstorbenen Max III. Der kunstliebende,
juristisch geschulte Karl Theodor residierte
bis dahin in Mannheim und hatte keine so
rechte Lust nach München zu gehen. Die
Staatsreaison ließ ihn jedoch keine andere
Wahl, aber zwischen ihm, dem Magistrat und
den Bürgern von München wollte keine so
rechte Liebe aufkommen. Da trat 1784 ein
junger Amerikaner namens Benjamin
Thompson in die Dienste des Kurfürsten.

Thompson fand eine durch Kriegswirren
verarmtes Land vor, in dem vieles im argen
lag. Er unterbreitete dem Kurfürsten
umfangreiche und ungewöhnliche Lösungs-
vorschläge, die diesen so beeindruckten,
daß er den jungen Mann zum Staatsrat,
Generalmajor und Polizeiminister ernannte.
Einer der Vorschläge Thompsons, die Karl
Theodor bereitwillig aufgriff, war die Anlage
eines "neuen militärischen Gartens". Auf
dem Gebiet des Hirschangers vor dem
Schwabinger Tor fand man das geeignete
Grundstück. Im August 1789 wurde der in
England ausgebildete Gartenbaumeister
Friedrich Ludwig von Sckell mir der
Errichtung des Gartens beauftragt.
Wegen seiner Verdienste wurde Benjamin Thompson
in den Adelstand berufen und konnte sich fortan Graf
Rumford nennen. Er prägte die Herrschaft des an sich
despotisch veranlagten Karl Theodor in vorteilhafter
Weise und führte zahlreiche Reformen durch.
König Ludwig I. ließ zu Ehren seines Vorgängers Karl
Theodor zwischen 1837 und 1838 im Englischen
Garten einen künstlichen Hügel aufschütten und von
Leo von Klenze einen Rundtempel, den Monopteros,
errichten.
Indirekt gebührte diese Ehre aber zweifellos dem
Initiator des Englischen Gartens, Benjamin Thompson
alias Graf Rumford

Der Englische Garten
Englischer Garten zu jeder Jahreszeit.
Dieser Garten solle "nicht nur alleine zum
Vorheil und Ergötzung des Militairs, sondern
auch zum allgemeinen Gebrauch als
öffentlicher Spaziergang sowohl für das
Civile als das Militaire dienen". So wünschte
es sich Kurfürst Karl Theodor, als er im Jahre
1789 auf Anregung seines Staatsrates
Benjamin Thompson (später geadelt zum
Grafen Rumford) dem Gartenbaumeister
Friedrich Ludwig von Sckell den Auftrag
erteilte, den Englischen Garten anzulegen.
Seit 1792 ist diese große grüne Lunge
Münchens "dem Publikum zu seinen
Erholungsstunden" zugänglich. Das Angebot
nehmen die Menschen gerne an - in den
wärmeren Jahreszeiten ohnehin, aber auch
im Winter, wenn sie aus dem matschigen
Straßen der Stadt in eine makellose
Schneelandschaft entfliehen können.
Ist man in der Sommerzeit gerne auch mit
dem Rad, mit dem Pferd oder mit der
Pferdekutsche unterwegs... so ist es im
Winter möglich auf mehreren Loipen einen
Skilanglauf zu unternehmen

Im Sommer locken ausgedehnte
Rad- und Wanderwege sowie
zahlreiche Rasensportanlagen sowie
einige idyllische Biergärten. Im
Winter kann man sich auf den
zugefrorenen Seen mit Schlittschuh-
laufen und Eisstockschießen
vergnügen. Einen Besuch wert sind
auf jedenfall die Biergärten am
Chinesischen Turm, am Seehaus,
Hirschau und Aumeister, der
Monopteros mit herrlichem Blick auf
die Türme der Stadt sowie das
Japanische Teehaus, in dem
regelmäßig Teezeromonien
stattfinden. Sonnenanbeter jeder Art
findet man an zahlreichen
Liegewiesen entlang des Eisbaches
und rundum des Monopteros. Zum
Teil findet man hier eine Freiheit die
man hier eigentlich gar nicht so
erwartet hätte. Ein Sprung in den
erfrischenden Eisbach kann da
schon abkühlen an warmen
Sommertagen. Vielleicht sollte ich
noch erwähnen das die Bilder bei
Hochwasser geknippst wurden...
ansonsten ist es klar und blau.


Meine Liebe zum Englischen Garten
Er ist für mich der schönste Garten der Welt. Gut, viele habe ich nun auch nicht
gesehen... aber wie sollte er aussehen wenn er den Englischen Garten
überbieten wollte ?
Hier stimmt einfach alles. Inmitten der Stadt beginnend und fast nie enden
wollend zieht er sich durch die Stadt in nördlicher Richtung weit ins Münchner
Umland. Für jedem bittet er was. Man trifft auch allen und jeden. Er ist einfach für
jeden da. Nur wenige Verkehrswege dürfen den Garten überqueren und wo sie
das tun bemerkt man sie fast nicht einmal. Selbst eine immer wieder
aufkommende Idee eine Tramlinie durch den Garten zu bauen wurde immer
wieder abgelehnt.

Für mich bedeutet dieser Garten der Anfang einer Liebe zu München.
Auf der Seite "ÜBER MICH" habe ich meine Hippiezeit in München erwähnt.
Der Monopteros war zu Beginn meiner damiligen Zeit Wohn- und Schlafzimmer.
In der Sommerzeit konnte man mich und meinen Schlafsack nur dort finden.
Manche Nächte wurde da oben auf dem "Mops", wie man den Monopteros
auch nannte, mit der Gitarre Bob Dylan Lieder und ähnliches gespielt.
Im flackern einer Laterne kreisten dort die Joints und die Welt wurde immer
wieder von neuem verbessert. Man legte zusammen was man an Münzen
hatte und ein Schlückchen Rotwein oder auch zu rauchen war immer zu haben.
Frühstück gab es dann meistens in der Früh wenn mal wieder Mädels
keine Lust auf Schule hatten und auch keine Lust auf ihre Pausenbrote.
Es gab, an einem Baum hängend, sogar einen eigenen Briefkasten für das
Hippievölkchen. Wir hatten dies durchgebracht als wir vorallem mit den
Ordnungsamt und dem Kreiswehrersatzamt immer wieder Probleme bekamen
mit der Zustellung "wichtiger" Amtsbriefe. Was keiner glaubte... das klappte.
Mir ist nicht bekannt das da irgendeiner nicht seine Briefe bekommen hat
und es waren immerhin auch Sendungen aus Amsterdam dabei. :-))
Schön das ich diese Zeit erleben durfte.
Es wird sie nie wieder geben.
Spaziergang über den Viktualienmarkt
Vom Marienplatz sind es nur wenige Schritte
in südlicher Richtung, und man erreicht einen
der schönsten und lebhaftesten Märkte der
Welt: den Viktualienmarkt. Hier findet der
Besucher alles, "was zum Leben gehört", so
die Bedeutung des Wortes Vital, aus dem sich
der Name des Viktualienmarktes herleitet.
1807 wurde der Markt vom Schrannenplatz
(dem heutigem Marienplatz) auf das Gelände
des damaligen Heilig-Geist-Spitals verlegt und
als Kräuterlmarkt eingerichtet. Die Standlweiber
boten hier alles zum Verkauf an, was auf den
bayerischen Böden in und um München wuchs
und gedieh. In der Folgezeit wurde das Spital
Zug um Zug abgebrochen, und der Markt konnte
sich ausdehnen. Der Schriftsteller Felix Dahn,
Autor des Werks "Ein Kampf um Rom",
schilderte im Jahre
1842 wie folgt:
"Jenes Schulhaus und seine ganze
Einrichtung waren so häßlich, schmutzig,
gesundheitswiedrig, wie es später nicht
mehr
geduldet worden wäre. Schon die Lage war
höchst unpädägogisch: - auf dem
Victualien-Markt (gegenüber der jetzigen
Schrannenhalle)! So gingen wir durch alle
Obstbuden in die Schule: was Wunder, daß
die Gedanken an die Äpfel draußen hängen
blieben, nicht auf mensa-mensae eingehen
wollten. Der ganze Lärm des Marktes drang
indie Schulstuben. Dazu die Weiber in ihrer
derben Art und Ausdrucksweise".
Noch heute findet man auf dem Viktualienmarkt
Äpfel, Zwiebeln, Kohl und Radis, Hühner, Gänse
oder Enten aus heimischen Gärten und
Bauernhöfen. Darüber hinaus aber hat sich
das Geschehen längst internationalisiert:
Alle bekannten und unbekannten exotischen
Früchte und Gemüse werden hier angeboten,
Fleisch, Fisch und Geflügel in erdrückender
Vielzahl. Die Gerüche und Düfte, die über dem
Marktschweben, sind so vielfältig wie die
Sprachen, die dem Besucher ins Ohr dringen.
Auf dem Viktualienmarkt haben die Münchner ihrem
beliebten Sänger und Volksschauspieler Karl
Valentin ein Denkmal gesetzt. Ein Wasserl (Brunnen)
umrieselt die dürre Gestalt des in Bronze
gegossenen Kabarettisten. Und noch heute hat er
seine Verehrer den so manch eine Standfrau oder
ein Viktualienbesucher steckt ihm ein Sträußchen
Blumen an seinen Brunnen in seine Arme.
Ein Münchenbesuch ohne Viktualienmarkt kann
eigentlich gar nicht sein. Das betrachten des
Treibens auf dem Markt, wenn man dazu noch ganz
in der Frühe die Möglichkeit dazu hat, ist ein
Lebensgefühl besonderer Art. Dazu noch vor dem
"Zwölfeläuten" Weißwürstel oder wenn nötig eine
Fischsemmerl im Biergarten... der in mitten des
Marktes zu finden ist... das ist etwas was ich
geniesen kann.
Möchte an dieser Stelle noch auf die
hervoragende Gastronomie auf und um den
Viktualienmarkt hinweisen die teilweise schon
in aller Früh geöffnet haben. Sie finden sich
Standerlleut, Taxifahrer und sonstige die von
der Nacht noch übrig geblieben sind, in der
"Schmalznudel". Das in der Nähe liegende
"Schneider Weißbräu" und das "Dürnbräu"
runden einen Spaziergang über den
Viktualienmarkt hervorragend ab.
Auch ein Besuch des Valentismuseum am
nahem Isartor und eine Einkehr ins Turmstüble
ist sehr zu empfehlen.
Eigentlich ein muss.