Ich hatte da etwas Bedenken als ich
in Harlesiel nach einer doch sehr
anstrengen Fahrt per Bahn und zum
Schluß per Bus ankam um dann
schließlich mit der Fähre auf die
Insel zu gelangen wo mir noch eine
kurze Fahrt mit der Inselbahn zu
meinem Ziel bevorstand. Nun stand
ich auf einem riesigem Platz mit einer
Menge von Bussen und einem
riesigem Autoparkplatz. Menschen
hetzten hin und her und fragten sich
durch. Wo liegt die Fähre... wo
besorgt man sich die Eintrittskarte
(Kurkarte) zum Paradies?... und wo
das Ticket für die Überfahrt.
Andrang an der Pforte der Insel.
Die Pforte entsprach einiger weniger
Drehkreuze die einen nur einließen
wenn es der Magnetstreifen der
Kurkarte dies auch zulies. Dies war
nicht immer ohne weiteres der Fall
und es begann die Suche nach einem
hilfreichen Geist der dann einem in
diesem Falle dann durch eine
Hintertür
einlies. Da nun anscheinend alle
dieses Hinternis genommen haben
und die Fähre ablegen konnte... da
sah man dann diese freudigen
Gesichter von denen ich anfangs
schrieb. Von da an wußte ich das ich
auf eine besondere Insel wohl anlegen
werde. Schön da dabei zu sein.
Freude während der Überfahrt.
Eine Gruppe Kinder die zur Erholung
auf die Insel fahren, Insulaner die mal
wieder in ihre Heimat kehren nach dem
sie notgedrungen ihre Brötchen auf
dem Festland verdienen müßen... nicht
wenige die aus allen Ecken
Deutschlands sich wieder zusammen
finden. Besucher und Gäste dieser
Insel... alle freuen sich auf IHRE Insel
und die Frage:" Wann ward ihr das
letztemal hier?"... diese Frage hört man
immer wieder. Eine fidele Damenrunde,
die anscheinend immer wieder hierher
kommen... haben Pikolo's mitgebracht.
Als man den Westturm in der Ferne
erkennen konnte wurde angestoßen
auf Wooge und auf schöne Tage dort.
Auf Wooge beginnt der Urlaub schon
lange bevor man die Insel betreten hat.
Hat man die Insel erst mal erreicht ist
man schon längst in Urlaubsstimmung.
Spätestens dann wenn man auf der
Insel Fuß fasst und direkt am Anleger
die umsteigt auf die Inselbahn...
spätestens dann vergißt man den
Trubel der einem sonst umgibt. Hat
man seinen Platz auf den Holzbänken
der Bahn gefunden umgibt einem eine
innerliche Ruhe. Zeit wird zu etwas was
man nutzen muß und sie scheint
einem nicht mehr davon zu rennen.
Nur das Auge hat viel zu tun um diese
herrliche Landschaft aufzunehmen.
Es ist wunderschön hier. Begegnung mit Landschaft, der
Tierwelt, Planzen, Luft und Wasser. Etwas was schon
längst nicht mehr an in den Ferienprospekten an erster
Stelle zu lesen ist. Ich freue mich auf die Spaziergänge,
auf die Fahrradtouren die ich hier machen werde.
Freue mich diese Insel zu entdecken von der ich von
einer sehrguten Internetfreundin soviel gehört habe in
ihrem YAHOO! Wangerooge Club (Groupe)... und ja, freue
mich riesig auf mein JEVER PILS vom Faß.
Die Inselbahn müht sich, derweil ich im Gedanken
versunken bin, ab Passagiere und Güter zum Bahnhof
Wangerooge zu bringen.
Vorbei am Deichshart zwischen zwei
kleine Gewässer vorbei fährt sie ind
den Bahnhof Wangerooge ein.
Seit dem Jahre 1906 befindet sich das
Bahnhofsgebäude an dieser Stelle.
Das Aussehen des Hauptgebäudes hat
sich seitdem nicht verändert; und auch
damals schon wurden die Gäste durch
die Worte "Kehre wieder" eingeladen,
die Insel erneut zu besuchen. Für mich
war es ein Bahnhof wie ich noch
keinen schöneren gesehen habe. Die
Ankunft des Zuges glich einem Fest für
Gast und Gastgeber. Umarmungen und
Herzlichkeit rund um mich herum.
Während meines Besuches war ich
öfters hier und erlebte dieses immer
wieder. Die Gäste wurden persönlich
abgeholt und Bollerwagen für das
Gepäck wurden bereitgestellt.
Diese Bollerwagen sind ein sehr
wichtiges Transportmittel den
Wangerooge ist eine autofreie Insel.
Sie hat noch weitere Besonderheiten
die man... NOCH... entdecken kann.
Noch ist das Besondere vorhanden.
Auf Wangerooge
"Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt. Es wird und war. Es war und wird."
(Erich Kästner)
Die Insel Wangerooge muß aufgrund ihrer
geographischen Lage und der
vorherrschenden Winde sowie der
Meeresströmungen besonders an ihrem
Westende und an der Nordseite gegen
Abtragungen geschützt werden.
In historischer Zeit hat die Insel bereits eine
bedeutende Wanderung in Richtung Osten
und Süden vollzogen.
So ist Wangerooge
in den zurückliegenden 1.500 Jahren um
gut 2.000 Meter auf die vormaligen
Wattgebiete im Südosten der Insel
aufgewandert. Der Westkopf ist allein in
den Jahren zwischen 1667 und 1892 um
2.100 Meter vor dem Meer
zurückgewichen, während die Insel in
Richtung Osten um 4.250 Meter zunahm.
Das Land Preußen erwarb im Jahre 1854
vom Großherzogtum Oldenburg einen
Teil des Gebietes, auf dem später die
Stadt Wilhelmshaven entstand. Preußen
wollte dort einen Marinehafen an der
tiefen Jade bauen und somit Zugang zur
Nordsee bekommen.
Durch den ostwärts wandernden Sand der
Insel Wangerooge drohte jedoch das
Fahrwasser zu diesem Hafen zu versanden.
Die militärischen Interessen Preußens
veranlaßten daher die Marine, die Insel
durch Buhnen- und Strandmauerbauten
sowie künstliche Dünnengewinnung an
ihrem jetztigen Platz festzuhalten.
Befestigungsarbeiten begannen 1874 im
Westen der Insel. Als Rechtsnachfolger
des Strom- und Hafenbauressorts der
Marinewerft Wilhelmshaven übernahm von
1945 bis 1947 das Seewasserstraßenamt
und ab 1947 das neugebildete Wasser- und
Schiffahrtsamt den seeseitigen Küstenschutz
von Wangerooge. Dies ist auch das
Geheimnis und der Grund, warum man auf
Wangerooge viele Hinweisschilder des
Wasser- und Schiffahrtsamtes
Wilhelmshaven (WSA)vorfindet, obwohl der
Inselschutz normalerweiseeine
Landesaufgabe ist.